Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung

Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung
Seit 1993 verleiht die Konrad-Adenauer-Stiftung den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für Autoren, die sich in besonderem Maße den freiheitlichen Grundwerten und der Würde des Menschen verpflichtet fühlen. 2016 wird Michael Kleeberg mit dem Preis ausgezeichnet.

Der Literaturpreis der Konrad-Adenau-Stiftung wird alljährlich an eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller, die/der „der Freiheit und Würde des Menschen zu ihrem Recht verhilft“, verliehen. Der Preisträger des Jahres 2016 ist Michael Kleeberg. Er erhält den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung am 5. Juni dieses Jahres im Weimarer Musikgymnasium Schloss Belvedere aus den Händen des Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering.

Informationen zum Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung

Seit 1993 verleiht die Konrad-Adenauer-Stiftung den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für Autoren, die sich in besonderem Maße den freiheitlichen Grundwerten und der Würde des Menschen verpflichtet fühlen. Der damalige Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Bernhard Vogel, Ministerpräsident a.D. des Landes Rheinland-Pfalz und des Freistaats Thüringen, rief den Preis ins Leben mit der Absicht „einen fruchtbaren Dialog zwischen Politik und Geist“ zu beginnen und zu fördern. Passend zu den Themen „freiheitliche Grundwerte“ und „Würde des Menschen“ ging so der erste Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung an die DDR-Schriftstellerin Sarah Kirsch. Mithin wurde er auch stets in den „neuen Bundesländern“ verliehen, nämlich regelmäßig in Weimar. Die diesjährige Preisverleihung findet im dortigen Musikgymnasium Schloss Belvedere statt.

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis ging in der Folge immer an sehr berühmte und verdiente Autoren, so 2004 beispielsweise an Herta Müller, die 2009 auch den Nobelpreis für Literatur erhielt. Weitere sehr bekannte Preisträger sind etwa Daniel Kehlmann (2006), Uwe Tellkamp (2009) oder Rüdiger Safranski (2014).

Die Jury des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung

Den Vorsitz der Jury des Preises hat die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Lermen, Universität zu Köln, inne. Neben ihr zählen die beiden Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Lauer, Georg-August-Universität Göttingen, und Prof. Dr. Oliver Jahraus, Ludwig-Maximilians-Universität München, zur Jury. Die weiteren Mitglieder der Jury sind Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin a.D. des Freistaats Thüringen, Felicitas von Lovenberg, verlegerische Geschäftsführerin des Piper Verlags, und Ijoma Mangold, Die Zeit.

Der Preisträger des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung: Michael Kleeberg

Der diesjährige Preisträger, Michael Kleeberg, wurde weit bekannt erstmals im Jahre 1998 mit seinem Roman „Ein Garten im Norden“ (Ullstein Verlag). Darin lässt er den Protagonisten Albert Klein eine alternative, utopische Geschichte Deutschlands entwerfen. Es folgten 2007 und 2014 die Romane „Karlmann“ und „Vaterjahre“, in denen Kleeberg sich dem deutschen Mittelstand der 1980er und 1990er Jahren zuwendet. Beide Bücher sind bei der Deutschen Verlangs-Anstalt erschienen.

Kleebergs frühe Werke sind der Erzählband „Böblinger Brezeln“ (1984, erschienen im Schneekluth Verlag), die Erzählung „Der saubere Tod (1987, dtv), der Entwicklungsroman „Proteus, der Pilger“ (1993, Mitteldeutscher Verlag) und schließlich die Geschichte „Der Kommunist vom Montmartre“ (1997, dtv). 2010 erschien bei der Deutschen Verlags-Anstalt überdies der weit beachtete Roman „Das amerikanische Hospital“. Seine Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Französisch, Japanisch und Arabisch.

Der Preisträger verfasst neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch immer wieder Aufsätze und Essays in großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, so etwa in der FAZ oder im Spiegel. Gleichzeitig arbeitet er auch als Übersetzer und hat so etwa die Werke Marcel Prousts aus dem Französischen ins Deutsche übertragen und kommentiert.

Quelle:
Konrad Adenauer Stiftung

Links:
Bibliografie Michael Kleeberg

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